Die Kirche Sankt Nicolai et Antonii zu Dölau

Die Gemeinde Dölau ist geprägt durch den historisch dörflichen Kern und die vorwiegend in den letzten Jahren entstandenen Neusiedlungen. Der Mittelpunkt ist unsere schlichte Dorfkirche aus dem 13. Jh., die umgeben ist von dem denkmalgeschützten Friedhof.

Ihren Namen Sankt Nikolai et Antonii verdankt sie den Schutzpatronen der Holländer, die im 13. Jh. in dieses Gebiet einwanderten, und dem der ansässigen Bauern und Hirten. Die Kirche ist das älteste Bauwerk in Dölau und hat als einzige den furchtbaren Dreißigjährigen Krieg überstanden.

Im Verlauf der Jahrhunderte sind natürlich einige bauliche Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen worden, ihr spätromanischer Charakter ist aber deutlich erhalten.

 

 

Unsere kleine Kirche besticht durch ihre schlichte Schönheit, die ernste Andacht zulässt und zugleich ein Gefühl der Geborgenheit und Fröhlichkeit hervorruft.

Der schöne spätgotische 3-flüglige Schnitzaltar entstammt dem ausgehenden 15. Jh. und derselben Werkstatt wie der Altar der Lettiner Kirche. Die Engelsfiguren an der Sandsteinkanzel im ländlich derben Barock gefallen in ihrer Schlichtheit. Die kelchförmige Sandsteintaufe stammt aus dem Jahre 1700, das darin befindliche Messingbecken ist noch älter (1600) und zeigt eine Darstellung der "Kundschafter von Jericho" als Treibarbeit im Boden.

Die wertvolle Maurerorgel aus dem Jahre 1790 ist eine klassische einmanualige Bachorgel und zählt neben dem Altar zu den Kostbarkeiten unserer kleinen Kirche.

 

Geschichte in Dölau

Im Jahr 1942 hat Frau Clothilde Saxer der Kirchengemeinde Dölau die Liegenschaft Alfred-Oelßner-Str. 11 geschenkt. Wir möchten gern mehr über Frau Clothilde Saxer und ihren Mann, Johann Saxer, erfahren. Johann Saxer war Bautischler. Wer erinnert sich oder hat sonstige Zeugnisse zu beiden aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.